Infos über Lamas und Alpakas

Lamas und Alpakas gehören zur Familie der Kamele. Die Urkameliden stammten aus Nordamerika. Im Verlauf der Zeit ist ein Teil der Urkameliden über Mittel- nach Südamerika gewandert, woraus sich die Gattung der südamerikanischen Kleinkamele oder Neuweltkameliden entwickelt hat. Die Wildformen dieser Gattung sind das Guanako und das Vinkunja.
 
Alpakas werden in Südamerika hauptsächlich zur Wollproduktion gezüchtet. Bei uns sind sie als Haus- und Begleittiere geschätzt, die Wolle wird eher im kleinen Rahmen verarbeitet.
Das Alpaka hat ein Schultermaß von ungefähr 75 bis 95 cm. Das Zuchtziel ist hier ein einheitliches Vlies mit feinster Kräuselung und hohen Wollertrag. Man unterscheidet zwei Arten von Alpakas und zwar das Huacaya und das Suri.
 
Lamas werden in Südamerika als Lasttiere und Fleischlieferanten gezüchtet. Bei uns sind sie Haus- und Begleittiere für Freizeit und Sport. Die Wolle wird als angenehmes Nebenprodukt angesehen.
Das Lama hat eine Schulterhöhe bis max. 1,30 Meter. Es gibt 4 verschiedene Lama-Typen: leicht-bewollt (Classic-Lama), mittel-bewollt, stark-bewollt (Wolly-Lama) und Suri.
 
Lamas und Alpakas sind ruhige, meist zurückhaltende Herdentiere. Sie haben eine ausgeprägte Rangordnung, welche sie durch Spucken festlegen. Ganz gegen das allgemeine Vorurteil, werden Menschen selten zum „Spuckopfer“, denn Lamas spucken nur, wenn sie sich bedroht fühlen, in die Enge getrieben werden oder durch falsche Aufzucht fehlgeprägt sind.
 
Neuweltkameliden sind Paarhufer und zählen als Unterordnung zu den Schwielensohler. Sie verursachen kaum Trittschäden auf der Weide. Die Sohlenflächen der beiden Zehen sind mit dicken, federnden Schwielen gepolstert.
 
Lamas und Alpakas benötigen keinen geschlossenen Stall. Ein Unterstand der vor Sonne, Regen und Wind schützt, reicht vollkommen aus. Die Neuweltkameliden sind als Pflanzenfresser und Wiederkäuer äußerst genügsame Tiere.
Hauptnahrung sind Gras und Heu. Was auf keinen Fall fehlen darf, sind Mineralsalze, die es in Form als Pulver oder Leckstein zu kaufen gibt.
 
Alpakas und Wooly-Lamas müssen einmal im Jahr geschoren werden, wobei man bei den Lamas meist nur die Sattellage schert. Das reicht in den meisten Fällen für die Hitzeregulierung aus.
 
Die Lederballen bedürfen keiner Pflege. Die Zehennägel müssen jedoch regelmäßig kontrolliert und bei zu geringer Abnutzung mit einer Klauenzange gekürzt werden. Lamas und Alpakas sind Herdentiere und dürfen daher nicht alleine gehalten werden. Auch andere Tierarten, wie Pferde, Schafte etc. eignen sich nicht zur Vergesellschaftung.